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ChildVision Nepal

Margrit School

Unsere Lepraschule - MARGRIT SCHOOL

"Wenn du helle Flecken auf deinem Körper siehst, könnte es Lepra sein."

Lernen statt Ausgrenzung

Kein Kind sollte wegen der Erkrankung seiner Eltern von Bildung ausgeschlossen werden.

Immer wieder begegnen wir bei unseren Besuchen Menschen, die von Lepra betroffen sind und am Rand der Gesellschaft leben. Nach dem Besuch eines Leprakrankenhauses erkannten wir besonders die Not der Kinder: Manche waren selbst erkrankt, andere mussten die Ausgrenzung ihrer Eltern mittragen.

Auch in der Nähe unserer Schulen in Birgunj gibt es ein Lepradorf. Dort begegneten wir Familien, die ihre Heimat verlassen mussten, nachdem ein Angehöriger erkrankt war. Für ihre Kinder war der Zugang zu anderen Schulen durch Stigmatisierung versperrt.

Deshalb fassten wir den Entschluss, für diese Kinder eine Schule zu bauen. So entstand unsere Margrit School.

Wenn Vorurteile das ganze Leben bestimmen

Die Familien, denen wir begegneten, litten unter mehr als einer Krankheit. Sie mussten auch mit Ablehnung und der Vorstellung leben, ihre Erkrankung sei eine Strafe oder selbst verschuldet. Diese Vorurteile trafen auch Kinder, die selbst nicht erkrankt waren.

Die Lebensbedingungen, die wir vorfanden, waren erschütternd: armselige Unterkünfte, fehlende Toiletten und ein unzureichender Zugang zu Trinkwasser und Strom. Unter solchen Umständen wird schon der tägliche Alltag zur Herausforderung.

In unserer Schule sollen die Kinder erleben, dass sie dazugehören. Sie werden mit ihren Fähigkeiten wahrgenommen und erhalten die Möglichkeit, zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Unsere Margrit School heute

Mittlerweile besuchen rund 80 Kinder aus dem Lepradorf und einem nahegelegenen Slum die Margrit School. Neben dem Unterricht erhalten sie Mahlzeiten, Lernmaterialien und Unterstützung im Alltag.

In den eigens angebauten Waschräumen ermöglichen wir den Kindern einmal pro Woche zu duschen. Bei Bedarf helfen wir auch bei der Behandlung von Kopfläusen. Diese Versorgung gehört zu unserer Arbeit, weil viele Familien dafür zu Hause keine ausreichenden Möglichkeiten haben.

Für uns bedeutet Bildung hier auch, Ausgrenzung entgegenzutreten. Die Kinder sollen Fragen stellen, Freundschaften schließen und eigene Fähigkeiten entdecken können.

Die Erkrankung eines Familienmitglieds darf nicht darüber entscheiden, welche Zukunft ein Kind haben kann.