In meinem Buch „Die kleinen Hände der Hoffnung“ erzähle ich von zehn Jahren Arbeit für Kinder und Frauen im Süden Nepals.
Es sind Geschichten aus dem Gefängnis von Birgunj, aus dem Slum und dem Lepradorf. Geschichten von Armut, Ausgrenzung und Gewalt – aber auch von Mut, Menschlichkeit und Kindern, die trotz schwerster Lebensbedingungen nicht aufhören zu hoffen.
Ich beschreibe offen und persönlich, wie aus einer ersten Begegnung mit Kindern im Gefängnis ChildVision Nepal entstand. Ich erzähle von Erfolgen und Rückschlägen, von Korruption und Widerständen, aber auch von Menschen, die gemeinsam etwas verändern.
Ein berührendes Buch über die Kraft der Bildung – und darüber, was möglich wird, wenn wir nicht wegsehen.
Titel: DIE KLEINEN HÄNDE DER HOFFNUNG
Autorin: Brigitte Söllinger
Umfang: 200 Seiten
Ausführung: Hardcover
Erschienen im Eigenverlag
Preis: 25 Euro
Der Reinerlös kommt zur Gänze den Projekten von ChildVision Nepal zugute.
Das Buch kann direkt bei ChildVision Nepal bestellt werden:
E-Mail: b.soellinger@gmx.at
Bitte bei der Bestellung Name, vollständige Adresse und gewünschte Anzahl der Bücher angeben. Bei einer Zusendung kommen die jeweiligen Portokosten zusätzlich zum Buchpreis hinzu.
Das Buch ist außerdem bei unseren Lesungen, Vorträgen und Veranstaltungen erhältlich.
„Die kleinen Hände der Hoffnung“ gibt jenen Kindern eine Stimme, deren Leben in unserer Welt kaum wahrgenommen wird. Persönlich, ehrlich und ohne zu beschönigen erzählt Brigitte Söllinger von einer Wirklichkeit, die erschüttert – und dennoch Hoffnung schenkt.
Das Jahr 2025 hat uns wieder vor viele neue Herausforderungen gestellt. Im September 2025 kam es zu schwersten Ausschreitungen der Generation Z nachdem die Regierung beschlossen hatte, alle Social Media Kanäle zu sperren. Somit waren alle BewohnerInnen von der Außenwelt abgeschnitten. Die jungen Menschen gingen auf die Straße und protestierten gegen das neue Gesetz. Es kam zu Gewalt und Vandalismus. Mehr als 70 Menschen kamen ums Leben und tausende wurden verletzt. Die Regierung musste zurücktreten und derzeit gibt es eine Interimsregierung. Die nächsten Wahlen finden im März 2026 statt. Mehr als 100 Parteien lassen sich aufstellen. Es wird wieder zu bürgerkriegsähnlichen Tumulten und Ausgangssperren kommen. Schon 2 Mal haben wir Ähnliches in Kathmandu erlebt als die ganze Stadt mit Soldaten mit schweren MPs belagert war.
Aufgrund dieser landesweiten Unruhen wurde unsere Gefängnisschule geschlossen. Plötzlich standen wir mit unseren 70 Kindern ohne Schule da. Wir haben die Kinder dann mit Rikschas ins unsere Slumschool gebracht und sie dort weiter unterrichtet. Somit hatten wir plötzlich 140 Kinder in unseren Klassen. Es war eine Herausforderung für alle. Gott sei Dank hatten wir im Frühjahr unsere Slumschhool einer Ganzrenovierung unterzogen. Der Monsun hatte in den letzten Jahren das Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Die Schule erscheint jetzt in neuem Glanz und unsere Kinder sind glücklich, in eine schön ausgestattete Schule zu gehen.
Seit dem Ausbruch der jüngsten Gewalt in Nepal war unserem Team der Zutritt zur Prisonschool im Gefängnis untersagt worden. In dieser Zeit wurden unsere Klassenräume von Sicherheitskräften zweckentfremdet. Nach unseren Erkenntnissen kam es zu schweren Menschenrechtsverletzungen: Die Räume wurden missbraucht, um inhaftierte Frauen sexuell zu misshandeln und an männliche Gefangene weiterzugeben. Vor Ort fanden sich Spuren dieser Taten, darunter Kondome und zerstörtes Schulmaterial.
Unsere Schule, die ursprünglich als sicherer Lernraum für Kinder in Haft eingerichtet war, wurde dadurch schwer beschädigt – sowohl materiell als auch symbolisch. Trotz dieser erschütternden Situation setzten wir alles daran, so bald wie möglich wieder Zugang zu erhalten, die Räume zu reinigen und unseren Bildungsauftrag für die „Prison Kids“ fortzusetzen. Leider war unser Bemühen umsonst. Wir mussten innerhalb einer Woche unsere Schule räumen und sind jetzt auf der Suche nach einem Gebäude, welches wir in eine Schule mit Klassen umbauen. Kein besonders leichtes Unterfangen. Unsere Kinder haben für die Hausbesitzer keinen Wert und versuchen mit dem Verkauf eines Haus sehr viel Gewinn zu machen.
Weiters besuchen mittlerweile zehn unserer Mädchen ein Privatcollege. Wir sind sehr stolz auf unsere Mädels, denn aus dem Slum heraus ins College und eventuell weiter auf die Universität – das ist ein großer Schritt für die jungen Menschen, aber auch für uns Verantwortliche von CVN.
Trotz der vielen Herausforderungen, die in Entwicklungsländern ja Normalität sind, arbeiten wir mit Freude und Begeisterung für unsere Kinder, die Untouchables. Wir geben ihnen Wertschätzung, Liebe und Fürsorge in ihrer Kindheit.
Einen ganz großen Anteil am guten Gelingen unserer Arbeit haben unsere Volunteers. Im Jahr 2025 hatten wir Kathi und Simon im Frühjahr in Birgunj, momentan arbeiten Juliane und Vitus bei uns mit einer Herzlichkeit für die Kinder, die unbeschreiblich ist. Was wäre CVN ohne unsere Volunteers. Mittlerweile sind es bereits 16 junge Menschen aus Österreich.